Kein Buddha Nirgendwo

M. Steingass —  24.10.11

Das alles überragende Ziel des Buddhismus ist es jegliches Leiden zu beenden. Gibt es nur ein einziges Wesen, das um alle Ursachen und Wirkungen weiß, ist es, buddhistisch gesehen, per Definition dazu verpflichtet Anderen ebenfalls zum Ende ihrer Leiden zu verhelfen – d.h. zu ihrer Erleuchtung. Diese dann wiederum müßen dasselbe tun. Sie verhelfen ebenfalls noch Unerleuchteten zur Erleuchtung. Dadurch entsteht eine sich exponentiell vergrößernde Zahl an Erleuchteten. Dem gegenüber nimmt die Zahl der Unerleuchteten mit zunehmender Geschwindigkeit ab. Es ist klar, daß für Letztere irgendwann der Wert Null eintritt. Es ist daher möglich die Existenz eines im buddhistischen  Sinne erleuchteten Wesens als widerlegt zu betrachten, wenn innerhalb eines endlichen Zeitraumes keine Erleuchtung eintritt. Da ein erleuchtetes Wesen alle Wirkungen kennt, sollte es auch diejenigen Ursachen kennen die zur Erleuchtung aller Wesen innert kürzester Zeit führen, da es keinen Grund geben kann Wesen länger als notwendig leiden zu lassen. Demnach tendiert der Wert für die Zeit bis zur Erleuchtung gegen den Limes „Jetzt“. Daraus folgt, daß die Erleuchtung aller Wesen schon eingetreten sein muß oder im nächsten Augenblick eintreten wird. Geschieht dies nicht, ist die Existenz eines erleuchteten Wesens widerlegt.

6 Antworten zu Kein Buddha Nirgendwo

  1. 

    The translate function on my Chrome browser does not help — the English is incomprehensible. But maybe your German is tough too!
    Smile

  2. 

    I put up already the english version :-)

  3. 

    Kommentar: ( zu dem obigen Text): „Kein Buddha Nirgendwo“
    Werter Mathias,
    “Goldstaubkörner für Goldstaubkörner, mag sein dass sie sehr wertvoll sind, ist unbestritten! Aber sobald man diese in die Augen gelangen lässt, könnte es sehr sehr weh tun. Dadurch sieht man mindestens erst mal nichts! Wenn, dann, nur Tränen mit lauter „blumigen Licht Erscheinungen“. Schau hin! Hübsche Augen mit lauter blumigen Licht-Erscheinungen, wie herrlich schön es aussieht; in der Tat zerkratzt sich gerade die Pupillen. Augen reiben? Wird nur weitere Tränen und draus noch mehr „Licht-Blümchen“. Tut es hier jemandem nicht weh? Abgesehen davon, was kann derjenige noch sehen?“.
    Hierfür sagte die Zen Patriarchen Meister dazu: „Oh Mensch! erleidet Drei-Krankheit“.
    *
    Ich habe deinen Artikel „kritischer Buddhismus“ vom DBU Forum gelesen. Von der sprachlichen Natur her bin ich dir sowieso unterlegen, da ich ein Vietnamese bin, und vor allem, gibt es u.a. Umstände, dass es nicht günstig ist wenn ich dort mit schreibe. Daher wenn du von dem oberen Kommentar etwas für dich gebrauchten könntest, bin ja froh. Wenn nicht, bitte ruhig löschen!
    Und wenn es dir recht ist, lassen wir uns auf dem mittleren Weg gegenseitig unterstützen, erfreue ich mich. Sonst wünsche ich Dir gute Reise, viel Glück mit deinen „hübschen Augen“.
    Hoch achtungsvoll.
    Ein vietn. Zen Buddhis.

  4. 

    Lieber Hanoi, mach dir keinen Soregn wegen der Sprache. Das ist das Letzte woran das Reden scheitern sollte. Eine meiner Ideen für den Abschied vom Buddhismus ist das offene Gespräch. Es ist schwieriger sich zu unterhalten, wenn man weniger Worte gemeinsam hat, besonders vielleicht, wenn man nur schreibt und den Andren nicht sieht. Aber wir können lernen mit der Ungewissheit zu leben die dadurch entsteht. Die Ungewissheit zu leben, das wäre eine wesentliche Eigenschaft eines eigentlichen Buddhismus. Du bist also gerne eingeladen dich hier zu beteiligen. Und ja, man muß aufpassen, daß einem die Goldkörnchen, die man gelegentlich findet, einem nicht ins Auge fliegen. Jedenfalls verstehe ich dich so. Viele Grüße, Matthias

  5. 

    Wenn du dich nicht dafür bereits bzw. nicht in der Lage bist, die Gold-Staubkörnern von deinem Augen zu beseitigen, (so, wie alle hier von deinem Beiträge mit gelesen könnt), um dich in den buddhistischen Wege erneut anzufangen bzw. zu orientieren, dann, bist ein „Rettungslose Fall“ bzw. „Rettungslos mit Dir!“. Denn, „die Erblendung ist schleichend aber statt gefunden“.

    So bitter ist es, dass erhliche Worte es weh tut, aber wenn es sein muß.
    Hoch achtungsvoll.
    Hanoi

  6. 
    Spiraltribe 17.1.12 um 12:56 UTC

    Das Problem ist die Dualität – wenn es Erleuchtete gibt, die den Wunsch verpüren, anderen auf ihrem Weg zu helfen, so muß es doch auch Unerleuchtete geben, die sich helfen lassen müssen. In dem Sinne würde ja ein Erleuchteter, der sich entschließt, anderen zu helfen, eigentlich Leid evozieren. Die Konklusio, dass es keine Erleuchteten geben, empfinde ich, wenn auch auf anderen Wegen, stimmig.

    Jedoch, ist nicht Siddharta Gaudama erwacht und ins Nirvana eingegangen?

    (Ich gestehe, mir fällt es schwer, die Endlösungszenarien div. Religionen anzunehmen. Warum müssen alle anderen so lange inkarnieren, bis alle erleuchtet sind, Buddha aber vertschüsst sich ins Nirvana? Und warum müssen sich gefälligst alle erleuchten lassen, nur weil sich jemand das so einbildet? )