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Von den Pofallas des Buddhismus

Neulich nachts auf der Tanke. Irgendwo in Deutschland. Nach Stunden der Irrfahrt mit Ulysses, ich glaube wir waren schon beim Kapitel Nausikaa – Trotzdem, irgendwie muß mans ja loswerden – nach Stunden im Dunkel der Geisterbahn einer deutschen Autobahn, nach Stunden im Dunkel mit diesen Gasgebern, ihren Führerscheinen und ihren tonnenschweren Panzern, endlich eine Rast. Auf einer deutschen Raststätte: Erst Sprit für 100 Euro. Dann in die Warenödnis des nächtlich-grell illuminierten Verkaufsraumes. Vorbei an einem Klo aus dem heraus selbst um Mitternacht frühlingshaftes Vogelgezwitscher zu vernehmen ist. Und schließlich, nach Wochen ohne diese elenden Geschmacklosigkeiten der deutschen Esoterikindustrie, erleuchtet vor einem riesigen Bildschirm, Er! Er nun wieder: Diese Kunststofffratze einer missratenen Migration fernöstlicher Religion ins gelobte Land des Konsums. Ein Plastikbuddha vor’m Fernseh‘. Wie könnte man besser den Weg des Deutschen Buddhismus illustrieren als mit diesem Götzen der in stoischer Ruhe vor dem Instrument der Beschwichtigung sitzt? Tagein tagaus, schweigend, nicht-denkend, kritiklos, mampfend was immer die da oben ihm zu mampfen geben, bar jeder Haltung, erstarrt in einer Ekstase der Verblödung.

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