Das war’s

M. Steingass —  17.7.16

Kritik am X-Buddhismus hat es genug gegeben. Zusammen fassen kann man sie wie folgt: Transzendenzglaube und Autoritätshörigkeit. Beides passt hervorragend in die gegenwärtige politische Landschaft, in der Vorstellungen von einer eindeutigen ethnisch-kulturellen Zugehörigkeit und ein damit verbundener Glaube an eine autoritäre Führung, die diese eindeutig vermittelt, immer mehr Zulauf finden. Der Buddhismus wie er heute gelebt wird ist eine Erscheinung die in diesem grösseren Kontext betrachtet werden muss. Als Transzendenzglaube und Autoritätshörigkeit ist er eine Fluchtbewegung aus einer unübersichtlichen Welt, die einfache Lösungen verspricht wo es keine gibt. Die einzig vorstellbare Form einer Spiritualität wäre eine, die eine radikale Diesseitigkeit lebt.

Selbst die aber muss, da immer noch an ihren Wiederpart gebunden, aufgelöst werden. Das hiesse eine anderes Denken tatsächlich praktizieren – und damit ein anderes Handeln: das Non. Da selbst dieses aber inzwischen zum Schlagwort verkommt, bleibt auch ihm nichts. Auch in der Hinsicht war’s das.

Servus.

Mer de Glace

M. Steingass —  11.7.16

Air and cognitionMorning over the Alps. Around flight level 200. That’s not too high, maybe around 6 kilometers. A breathtaking view. Huge cumuli colored in all kinds of blinding whites down to tones of almost black grey. It is fantastic. It is an epiphany. What a wondrous thing this is. And on top I have the afterburner full throttle up: Kvelertak on the headphones pumping additional adrenalin in my system. I barely can keep still in my seat.

Then Mont Blanc comes into view. The mountain is not visible itself being covered by nebulae of ice in thin air. But right down underneath I look into the great glaciers to the northeast of the Whitehead. The Glacier du Géant, the Glacier du Leschaux, both flowing ever so tremendously slow into the Mer de Glace. The Mer de Glace…

I look it up now, the names of the places. What a bitter irony. When I look down into the Mer de Glace I see what is left of that frozen ocean. As I can see now on the map the tongue of the Mer barely reaches the level of 2000 meters but one can see in the surrounding rock formations, in its colors, how majestic that Mer must have been not so long ago. Es ist ein Meer von Steinen nun.

That is just an observation. I do not even think something like climate change or so. Nothing. I am just looking down. Coming from that revelation about what air, water, sunlight and my cognition create and just being there something hits me. A slight sick feeling. A sudden sensation of a creeping weakness. The manifest of despair.

Only a few miles on to the north another formation comes into sight. It must be the mountain ridge around the Tête à l’Âne. Suddenly there are the structures of immense layers of solidified magma. Suddenly the geological timescale locks in place. Suddenly I must laugh. Hell! It will be good. Nothing remains. What we do is nothing.

Eventually, while writing, another thought: What we do now is not nothing. What most of us do now is living an horrific nightmare. The sheer number of creatures being tormented by our evolution is beyond everything what can be said about it. Never before in times of life on this planet such numbers of singular creatures have been living deprived of every basic right creatures inherit just by living.

Es tut sich was in Nord-Amerika. Wenn das so weiter geht, werden wir auch in Europa in 10 oder 20 Jahren den verstaubten Altherrenbuddhismus der DBU und den AFD-Buddhismus eines so genannten Diamantweges nur noch als Geschichte kennen. Es war einmal.

In Amerika sehen wir vielversprechende Diskussionen, die sich im dortigen Buddhismus entfalten. So ist es keineswegs mehr ungewöhnlich, dort schwule Buddhisten in hohen Positionen zu sehen. Man sehe sich dazu dieses Interview in Tricycle an. Eine offen schwule Persönlichkeit aber in der DBU? Darauf dürfen wir sicher noch ein wenig warten.

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Man macht sich Leute die dem Diplom-Lama folgen nicht wirklich zum Feind. Dazu sind diese Leute viel zu sehr darin geschult, zu jedweder Situation ein freundliches Grinsen aufzusetzen. Selbst wenn sie einem „Arschloch“ oder ähnliches wutschnaubend ins Gesicht schreien, behalten sie doch immer ihr heiliges Lächeln. Überhaupt muss man sich sowieso alles was diese Leute an vermeintlich Merkwürdigem sagen, immer mit einem fröhlichen Augenzwickern vorstellen. Wenn der Diplom-Lama zum Beispiel das Elend der dritten Welt auf schlechtes Karma zurück führt, no problem, shit happens, zwinker zwinker. Wenn die Moslems durchweg alle chauvinistische Schweine (sic!) sind, die ihre Frauen schlagen, Gefangenen den Kopf abschneiden und als Lohn dafür erwarten, massenhaft jungfräuliche Chicks im Himmel durchvögeln zu dürfen, no problem, be happy, zwinker zwinker.

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Es gibt das Gerücht, dass der Diplom-Lama Ole Nydahl die AfD empfiehlt. Noch ist es nur ein Gerücht aber so abwegig ist das nicht.

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