Kürzlich wurde ich in einer Diskussion aufgefordert, zu „meiner“ Philosophie und zu „meinen Ideengebern“ Glenn Wallis und François Laruelle etwas zu sagen.

Die Ideengeber die mich und die Gedanken auf diesem Block beeinflussen, gehen über die beiden genannten weit hinaus. Das Folgende soll eine Lücke füllen, die dadurch entsteht, dass man dieses Blog anscheinend zum Teil immer noch in einem Kontinuum mit dem Projekt Spekulativer Non-Buddhismus sieht, wo dieses doch nicht mehr existiert. Dieses Projekt ist schon lange tot und ich habe mich von ihm distanziert, da es inhaltliche  Mängel aufweist und autoritäre Strukturen entwickelte. Allerdings habe ich dieses bisher nie angesprochen.

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In der SZ-International erschien am 13.8. ein Artikel unter dem Titel The Tibetan Book of Living and Lying. Für diejenigen die das Buch von Sogyal aus Lakar studiert haben, um zu sehen, was er wirklich an buddhistischer Philosophie drauf hat, war schon immer schnell klar, dass es bei ihm in der Hinsicht nicht weit her ist. Das sei hier als Kurzmeldung so stehen gelassen. Im Artikel in der SZ-International wird ein holländischer Journalist zitiert, der das noch einmal klar herausstellt.

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Im Folgenden geht um eine Episode aus dem Leben des Sogyal Lakar, die von großer, wenn nicht größter, Wichtigkeit für ihn ist: Sein Entschluss, sich einem „Leben der spirituelle Praxis zu widmen“. Dieser Entschluss entspringt einer Art Epiphanie, einer Erkenntnis unter dem Eindruck einer dramatischen Erfahrung – in diesem Fall dem Tod eines erfahrenen Praktizierenden des tibetischen Buddhismus, den Sogyal Lakar, nach seiner Schilderung, aus nächster Nähe beobachtete. Sogyal Lakar schildert diese Erfahrung auf den ersten Seiten seines berühmten Buches Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben.

Ein Rätsel gibt uns die 2. Ausgabe dieses Buches auf. Diese Ausgabe erschien in Amerika im Jahre 2002 als „revised and updated version“. Vgl. dazu nebenstehenden Copyright-Vermerk in der deutschen Übersetzung, die 2004 erschien. Diese Ausgabe enthält eine Anmerkung auf Seite 467, die in der ersten Ausgabe nicht enthalten ist.

Aber gehen wir der Reihe nach vor: Auf den ersten Seiten seines Buches (S. 21 ff.), im ersten Kapitel Im Spiegel des Todes, schildert Sogyal seine Flucht vor den chinesischen Invasoren in Tibet. Diese Flucht wird für ihn als Siebenjährigen zu einer Art erster Einweihung in die Mysterien der tibetische Lehren vom Bardo. Zunächst schildert er, wie er seinen Onkel, seinen „Meister“ wie er ihn nennt, Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö, dabei beobachtet, wie dieser einen Mönch namens Samten im Sterbeprozess begleitet. Sogyal: „Im Alter von sieben Jahren hatte ich eine ersten Vorgeschmack von der ungeheuren Kraft der Tradition erhalten, von der ich ein Teil war, und ich begann, den Sinn und Zweck spiritueller Praxis zu begreifen.“ (S. 22)

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Ein offener Brief einiger langjähriger Vertrauter an ihren Lehrer Sogyal Lakar – vormals gennant Sogyal Rinpoche.


 

14. Juli 2017

Sogyal Lakar

Die Rigpa-Sangha befindet sich in einer Krise. Seit langem schwelende Probleme mit Deinem Verhalten können nicht länger ignoriert oder geleugnet werden. Als Schüler die Dir seit langem verpflichtet und ergeben sind, sind wir überzeugt davon, dass wir uns zu Deinem gewalttätigen und missbräuchlichen Verhalten äussern müssen. Dein Verhalten hat uns persönlich, unseren Brüdern und Schwestern in der Organisation Rigpa und darüber hinaus dem Buddhismus im Westen geschadet. Wir schreiben Dir indem wir dem Dalai Lama darin folgen, dass Schüler tibetischer Lamas dazu verpflichtet sind, Bedenken über ihre Lehrer zu teilen:

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Wer schweigt ist auf der Seite der Täter.

Wer als Mitwisser oder sonstig Beteiligter nicht Opfer ist aber über das Vorgefallene weiss und trotzdem Vergewaltigung, sexuellen Übergriff, sexistische Belästigung etc. pp.  verschweigt, klein redet, verniedlicht oder gar die Opfer zu Tätern machen will, wird selbst Täter. Durch das Verschweigen wird es den Tätern leicht gemacht, sich im Recht zu fühlen und den Opfern wird es erschwert oder verunmöglicht, das Vorgefallene zu bewältigen.

Die Hakuin Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V., deren Gründer und jahrzehntelanges Oberhaupt Genpo D. alias Herr Döring war, tilgt seinen Namen von ihrer Website und will sich zum Vorgefallenen nicht äussern. Bei aller nötigen Überlegung, wie man sich zu so etwas äussern soll, wenn es in der eigenen Familie geschehen ist und der Täter das eigene Familienoberhaupt war, die Hakuin Zen-Gemeinschaft hatte genügend Zeit darüber nachzudenken.

Das Schweigen – das Totschweigen – ist ein altbekanntes Verfahren in diesen Fällen. Es zeugt von hochgradiger Unreife, es ist ein absolutes Armutszeugnis, es disqualifiziert spirituelle Gemeinschaften total. Darüber hinaus lässt es all jene in einem schlechten Licht erscheinen die dem Namen nach – nicht aber in einem Geiste, der gezielten Missbrauch möglich macht – Gleiches praktizieren. Zu Recht fordern daher Zen-Praktizierende inzwischen in offenen Briefen, dass sich die Hakuin Zen-Gemeinschaft Deutschland äussere.

Christopher Hammacher hier => Offener Brief an die Hakuin Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V.

Die Zen-Mühle aus Mühlheim an der Ruhr hier => Offener Brief an die Mitglieder der Hakuin Zen-Gemeinschaft in Dinkelscherben


Ergänzung: Die Hakuin Zen-Gemeinschaft hat sich in einer Stellungnahme am 10.7.17 zum Fall Genpo D. geäussert.