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M. Steingass —  24.10.16

Die Publikationstätigkeit auf diesem Blog wurde eingestellt. Sein Thema war eine Kritik des Buddhismus im Westen. Diese lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Dem Potential der von Indien ausgegangenen Philosophie, die bei uns den Namen „Buddhismus“ erhielt, wird ihre Entwicklung im Westen nicht gerecht. Buddhismus im Westen, entstanden im 19. Jahrhundert und seit den 1970er Jahren in einer Phase rasanter Ausbreitung, stellt als höchstes Erkenntnismittel den Blick nach innen heraus. Meditative Versenkung soll höchste Welterkenntnis bringen. Dieser Weg nach innen lässt sich, z.B. mit Nagarjuna, leicht als Irrtum aufweisen. Zu diesem Irrtum gesellt sich ein weiterer. Der Traum vom Original. Dabei muss man den Buddhismus im Westen auch als Teil des Neoliberalen Kapitalismus betrachten und damit als einen Teil der Zerstörung deren Zeuge wir sind.

Interessierte sollten sich mit Drei Texte des Spekulativen Non-Buddhismus befassen. Darüber hinaus gibt es auf diesem Blog eine Vielzahl anderer Texte, die sich teils ironisch, teils polemisch, teils analysierend verschiedenen Aspekten der Kritik des Buddhismus im Westen widmen.

Was bleibt und was vielleicht entsteht, ist kein Buddhismus. Vielleicht stellt man fest, dass der Buddhismus nie gemeint war. Das man etwas ganz anderes suchte und dass das was vom Mahayana überliefert wird, in Teilen, Fetzen und Stücken, weiterhilft, dass es aber kein Ganzes ist. Dass dieses Ganze das ist, um was es geht beim anatman. War ’ne Fantasie. Das Rumpeln der Megamaschine

 

Es tut sich was in Nord-Amerika. Wenn das so weiter geht, werden wir auch in Europa in 10 oder 20 Jahren den verstaubten Altherrenbuddhismus der DBU und den AFD-Buddhismus eines so genannten Diamantweges nur noch als Geschichte kennen. Es war einmal.

In Amerika sehen wir vielversprechende Diskussionen, die sich im dortigen Buddhismus entfalten. So ist es keineswegs mehr ungewöhnlich, dort schwule Buddhisten in hohen Positionen zu sehen. Man sehe sich dazu dieses Interview in Tricycle an. Eine offen schwule Persönlichkeit aber in der DBU? Darauf dürfen wir sicher noch ein wenig warten.

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Es gibt das Gerücht, dass der Diplom-Lama Ole Nydahl die AfD empfiehlt. Noch ist es nur ein Gerücht aber so abwegig ist das nicht.

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Zusätzlich zu dem was ich kürzlich zum Themenheft Achtsamkeit der Zeitschrift Buddhismus aktuell 1/2016 geschrieben habe, einige kurze weitere Anmerkungen.

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Die Zeiten in denen hier auf diesem Blog der X-Buddhismus kritisiert und gegen ihn polemisiert wurde sind eigentlich vorbei. Mich persönlich interessierten am Buddhismus bestimmte Aspekte seiner Philosophie und Aspekte die man Techniken des Selbstes nennen könnte. In der Landschaft des X-Buddhismus ist dazu wenig zu finden. Um ganz kurz in Erinnerung zu rufen, was hier als X-Buddhismus bezeichnet wird: X-Buddhismus zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er einen wichtigen – oder den wichtigsten – Aspekt einer asiatischen buddhistischen Philosophie ausser Acht lässt: das bedingte Entstehen – paticca-samuppada. (vgl. auch den Eintrag Buddhismus in unserer Heuristik)

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