Archive für Christof Spitz

DIE GLOSSE #05

M. Steingass —  14.6.13

Christof Spitz sagt merkwürdige Sachen

Der von mir im Mai heftig abgekanzelte Christof Spitz hat in der Diskussion um das leidige Karma-Thema die Initiative ergriffen und eindeutig Stellung bezogen. Sichtbar wird dabei eine Haltung der begründeten Skepsis die so gar nicht ins gängige x-buddhistische Bild passt und die braven Gläubigen, die an ewige Werte und den einen wahren Buddhismus glauben, gehörig irritiert. Was ist da los? (vgl. Christof Spitz‘ Texte in der Diskussion Brodbeck-Artikel über Karma ab hier.)

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Breitseite

Gestern wurde mein Account beim Forum des Tibetischen Zentrums Hamburg suspendiert. Voraus gegangen war ein ‚Debatte‘ die sichtlich entgleiste – wofür man mich verantwortlich macht. Was bei dieser Karmadebatte Ursache, was Wirkung war, wird, wie so häufig im Leben, nicht mehr zweifelsfrei zu eruieren sein. Das ironische an der Sache ist, daß viele Buddhisten solche Uneindeutigkeiten mit einer das Leben übersimplifizierenden Karmatheorie beseitigen wollen. Daß gerade das nicht geht (weder mit Karma noch mit anderen Patentrezepten aus einer vermeintlichen „ewigen Philosophie“) war Thema dieser ‚Debatte‘.

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[Anmerkung 25.8.14: Laut Statistik verirrt sich immer mal wieder jemand auf diese Seite mit dem Titel Christof Spitz: Der Zensurhansel des Deutschen Buddhismus. Besonders in den letzten Tagen (ab 23.8.14) sind stark gestiegene Zugriffsraten zu verzeichnen. Vermutlich hat das zwei Gründe. Erstens erscheint bei der Suchanfrage „Christof Spitz“ auf Google, Spitz in Zusammenhang mit Texten auf Der Unbuddhist in den ersten Ergebnissen. Zweitens besucht der Dalai Lama gerade Hamburg und Spitz ist in die Veranstaltung involviert, so dass viele seinen Namen abfragen und schnell hier landen.  

Aus der Statistik ist auch zu entnehmen, dass sich kaum jemand die Mühe macht, die Aufklärung der Frage, ob Spitz Zensur betreibt, zu lesen. Es sei daher an dieser Stelle folgendes festgestellt:

Christof Spitz gehört zu den raren Ausnahmen im institutionellen deutschsprachigen Buddhismus, die zu einem (selbst)kritischen Denken in der Lage sind. Wenn es im so genanten X-Buddhismus zuhauf Denkverbote gibt, dann gehört Spitz gerade zu denen, mit denen man eine zutiefst naive, blinde und taube Inkulturation des Buddhismus im Westen doch diskutieren könnte.

Die Kontroverse, von der dieser Beitrag ein Teil war, entzündete sich an einem a-buddhistischen Karmabegriff, der ausnahmslos dem Opfer die Schuld für das zuweist, was ihm zustößt. Dies gipfelt bei X-Buddhisten sogar in  der mehr oder weniger offen geäusserten Aussage, die Juden seien für das was ihnen im Dritten Reich zustieß selber schuld.

Während selbst Lehrer des Tibetischen Zentrums Hamburg sich um eine eindeutig ablehnende Stellungnahme zu dieser Perversion herumdrückten, bezog Spitz als einziger prominenter Buddhist hier eindeutig Stellung.

Die ganze Sache kann man auf diesem Blog unter dem Stichwort Karma-Skandal nachlesen. Man findet dann auch die Links zu den entsprechenden Diskussionen im Forum des Tibetischen Zentrums Hamburg. Eine Zusammenfassung der Positionen von Spitz habe ich hier versucht:  Christof Spitz sagt merkwürdige Sachen.]

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