NON + X

M. Steingass —  8.10.12

Die erste Ausgabe unseres neuen, englischsprachigen E-Journals ist erschienen. Die Adresse ist www.nonplusx.com

For the english version of this introduction please visite this site => speculative non-buddhism!

non+x ist kritische Auseinandersetzung mit Buddhismus und anderen kulturellen Erscheinungen. Wir sind an dem Punkt interessiert in dem Worte, Bilder, Aktionen sich in unvorhersehbarer Weise zu neuen ideologischen Formen kristallisieren.

non+x mischt auf. Die Tradition wird zerschnitten und mit dem Auge der Gegenwart verschmolzen. Der un-dogmatische Freigeist erlaubt sich unverschämte neue Perspektiven auf jegliches Material. Wir ermutigen und laden dazu ein die neuen konzeptuellen Räume zu erkunden, die sich aus der kreativen Konfrontation ergeben.

non+x ist das was passiert, wenn man beginnt die Situation zu erkunden. In spiritu ludi. Tu was du willst. Liebe deine Ideen.

Das Blog Speculative Non-Buddhism wird gemeinsam mit non+x weiter bestehen. Es wird der Platz für Diskussionen und Kommentare über Texte auf non+x sein. Englischsprache Interessierte sind herzlich dazu eingeladen an den Diskussionen teilzunehmen oder Material beizusteuern.

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non+x

Issue Seven

Sutras of Flesh and Blood

Glenn Wallis

Sutra 0³: Das Sutra von der Verachtung oder von der Angst

Der X-Buddhismus des Westens im einundzwanzigsten Jahrhundert (seine Lehren, seine Lehrer) ist eine Spezies der Verachtung die Mitgefühl vortäuscht. Verachtung von was? Der schieren Kraft von Fleisch und Blut. Entweder das oder die Angst – die Angst vor der überschäumenden Kreativität und der funkelnden Intelligenz des uneingeweihten Mobs. Ob aus Angst oder Verachtung, der X-Buddhismus ist bewaffnet  – im Namen der schieren Kraft von Fleisch und Blut – mit einer Hermeneutik selbstgerechter Auslegungen, die er den „Dharma“ nennt. Wenn dieser Supra-Bedeuter feuert, bekommt man die volle Ladung abstrakter, obskurer Prinzipien – getarnt als konkret und menschlich.

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Das Ende des Verlangens: Buddhismus als Heilung der Sucht

Tom Pepper

Kann Buddhismus wirklich Sucht heilen?

Die Idee gewinnt, basierende hauptsächlich auf vereinzelten Hinweisen und kanonischer Garantie, an Popularität. Es gibt Dutzende Bücher und Artikel mit Erlebnisberichten darüber wie man zum Buddhismus kam und endlich clean und trocken wurde. Es gibt fast genauso viele, die die Zweite Edle Wahrheit als Beweis dafür anführen, daß es im Buddhismus immer schon um das Ende des ‚Verlangens‘ ging. Wenn es tatsächlich um ein brauchbares Heilverfahren ginge, müsste man hoffen, daß die Verbreitung des Buddhismus in den U.S. sich etwas beschleunigen würde. Sucht ist ein enormes Problem dessen Heilung eine sehr niedrige Erfolgsquote hat. Das National Institute on Drug Abuse schätzt, daß über 9% der Bevölkerung der U.S. die Behandlung von Alkohol- oder Drogensucht benötigen, daß sie aber in mehr als 80% der Fälle nicht zu haben oder nicht erfolgreich sein wird.

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Biography of an X-buddhist Thaumaturge

Matthias Steingass

Die englische Version von Der Zauberer

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