Archive für 30.11.99

Kategorie deutsche Texte

Laut Statistik verirrt sich immer mal wieder jemand auf eine Seite dieses Blogs mit dem Titel Christof Spitz: Der Zensurhansel des Deutschen Buddhismus. Besonders in den letzten Tagen (ab 23.8.14) sind stark gestiegene Zugriffsraten zu verzeichnen. Vermutlich hat das zwei Gründe. Erstens erscheint bei der Suchanfrage „Christof Spitz“ auf Google Spitz in Zusammenhang mit Texten auf Der Unbuddhist in den ersten Ergebnissen. Zweitens besucht der Dalai Lama gerade Hamburg und Spitz ist in die Veranstaltung involviert, so dass viele seinen Namen abfragen und schnell hier landen.

Aus der Statistik ist auch zu entnehmen, dass sich kaum jemand die Mühe macht, die Aufklärung der Frage, ob Spitz Zensur betreibt, zu lesen. Es sei daher an dieser Stelle folgendes festgestellt:

Christof Spitz gehört zu den raren Ausnahmen im institutionellen deutschsprachigen Buddhismus, die zu einem (selbst)kritischen Denken in der Lage sind. Wenn es im so genanten X-Buddhismus zuhauf Denkverbote gibt, dann gehört Spitz gerade zu denen, mit denen man eine zutiefst naive, blinde und taube Inkulturation des Buddhismus im Westen doch diskutieren könnte. Weiterlesen…

Bardo

M. Steingass —  23.8.14

Irgendwann ist ihm der Kopf abgefallen / Banale Bewegung / Ein paar Meter den Weg runter gerollt / Der verkohlte Korpus ragt aus dem Fahrzeug / Es wird Nacht / Keine Worte mehr / Jede Äusserung wird Affirmation / Nicht mal stumm werden kann man / Nicht mal der eigene Tod bleibt

Wie Es Ist

M. Steingass —  18.8.14

Auf der anderen Seite des Tales / In der Schlucht sind jetzt die Aasfresser / Schwarze Vögel zerren im Menschenfleisch / Hunde aus den zerstörten Gehöften zögern /  Das war mein Herr, das mein Gefährte / Gewimmel der Insekten und Hitze

Den Verbrannten lässt man in Ruhe / Nichts nähert sich ihm / Mitten in der Bewegung erstarrt / Versuchte noch aus dem brennenden Fahrzeug zu klettern / Regen hat ein Rinnsal aus Asche hinterlassen / Den sandigen Weg hinunter / Vertrocknete Tinte aus Tod / Schreibt vergeblich noch irgendwas auf

Ein Politiker besieht sich alles und sagt, er möchte Frieden

Soheit

M. Steingass —  15.8.14

Auf der anderen Seite des Tales ein Feld / Aus dem frisch gepflügten Acker quillt in dicken Tropfen Blut / Es leuchtet in der Morgensonne / Etwas unterhalb in einer Schlucht liegt ein Mann / Mit zerfetzten Beinen und eine Junge mit zerschossenen Augen / Einer anderer konnte noch ein Stück weit fliehen / Sein bis auf die Knochen verkohltes Gesicht bleckt die Zähne / Es riecht nach Verwesung und Scheisse / Über allem das Schweigen des August

Nach mehr als zwei Jahren bloggen, stellen sich ein oder zwei Fragen darüber, wie das hier weiter gehen könnte? Dass es weiter geht, steht ausser Frage. Nur das Wie bedarf der Neuerung. Die Frage ist, wie man die verschiedenen Themen hier, und die Formen in denen sie dargestellt werden, sinnvoller strukturiert? So dass es dem neugierigen Leser leichter wird, heraus zu finden um was es geht.

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