Die Zeiten in denen hier auf diesem Blog der X-Buddhismus kritisiert und gegen ihn polemisiert wurde sind eigentlich vorbei. Mich persönlich interessierten am Buddhismus bestimmte Aspekte seiner Philosophie und Aspekte die man Techniken des Selbstes nennen könnte. In der Landschaft des X-Buddhismus ist dazu wenig zu finden. Um ganz kurz in Erinnerung zu rufen, was hier als X-Buddhismus bezeichnet wird: X-Buddhismus zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er einen wichtigen – oder den wichtigsten – Aspekt einer asiatischen buddhistischen Philosophie ausser Acht lässt: das bedingte Entstehen – paticca-samuppada. (vgl. auch den Eintrag Buddhismus in unserer Heuristik)

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Unsere Expedition beginnt an jenem Punkt, an welchem wir uns der Unmöglichkeit gewahr werden, einen Zugang zum Realen zu finden. Und das inmitten von Leben, inmitten von Tod, umgeben von Worten.

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Der zweite und dritte Teil meines Aufsatzes/Vortrages Vom Kitsch der Erleuchteten ist nun in leicht überarbeiteter Form in Narthex #2 unter dem Titel Laruelle und Buddhismus? erschienen. Narthex. Heft für radikales Denken ist die ein bis zwei Mal im Jahr erscheinende Broschüre der HARP – das ist die HALKYONISCHE ASSOZIATION FÜR RADIKALE PHILOSOPHIE. Weitere Informationen über HARP und wie das Heft zu beziehen ist, finden sich auf den zwei verlinkten Seiten.

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MaoAusPorzellanAls letzte Geschenkidee zum Heiligen Abend 2015 etwas Spezielles für eine Personengruppe, die normalerweise nicht genügen gewürdigt wird. Es handelt sich um den Crossover aus Esoterik und Kommunismus. Was der Laie nicht kennt, bestaunt der Fachmann: Menschen die, ohne sofort erkennbare kognitive Dissonanz, eine Melange schaffen zwischen einer wie auch immer marxistisch inspirierten Weltanschauung und einer diffusen, irgendwie fernöstlich-neobuddhistisch durchtränkten Feinstofflichkeit. Da beginnt der RAF-Nostalgiker plötzlich über Zen zu sinnieren, der von Bagwahn bekehrte schwelgt in Heimweh zur guten alten DDR, der ehemalige KB-Kader findet nun Trost beim Handauflegen oder der vermeintlich von einer kritischen Theorie geleitete vergleichende Religionswissenschaftler erklärt nach dem dritten Bier kategorisch, man müsse nur richtig meditieren, um alles zu verstehen. Für diesen Personenkreis bietet sich als Geschenkidee zur Weihnacht, der ebenfalls von Asiatides vertrieben Porzellan-Mao an. Gewährsmann für die überragende spirituelle Relevanz Maos für einen Buddhimus-Kommunismus-Merger ist der allseits beliebte Dalai – Pop – Lama. Er erlag schon als junger Mann, bei einer Reise nach Peking, Maos Charisma und bezeichnet sich seit dem immer mal wieder gerne als Marxisten.

EsoterikHohlkopfEine Fälschung, und nicht vom schon erwähnten Hersteller Asiatides, ist dieser Esoterische Hohlkopf. Wie die Bezeichnung zweifelsfrei anzeigt, befindet sich im Inneren des Kopfes lediglich ein mit Luft gefüllter Hohlraum. Der Esoterische Hohlkopf ist eine typische Erscheinung des Buddhismus im Westen. Der Hohlraum ist Ausdruck des Missverständnisses, dass es sich bei der in der asiatischen buddhistischen Philosophie bekannten Theorie von der Leere, um ein Nichts handele – einem Missverständnis, dem schon Leibniz und Hegel aufsaßen. Auch wenn dieser Hohlkopf eine grosse Verbreitung gefunden hat und praktisch in jedem Baumarkt erhältlich ist, sollte man ihn unter keinen Umständen als Weihnachtsgeschenk erwägen. Tatsächlich gilt eine derartige Darstellung eines Buddha in Asien als Sakrileg. Der Esoterische Hohlkopf gilt unter Fachleuten als typische Erscheinung des spätkapitalistischen Wellness- und Feelgood-Fetisch und ist strukturell gesehen lediglich eine Variante der Umnachtung.