Ich dachte, was denkt sie?
Was denkt sie, was ich denke?
Was sollte ich denken, was sie denkt?
Ein Flieger donnerte über uns hinweg.
Was
Dachte ich gerade noch
,
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Kategorie deutsche Texte
Ich dachte, was denkt sie?
Was denkt sie, was ich denke?
Was sollte ich denken, was sie denkt?
Ein Flieger donnerte über uns hinweg.
Was
Dachte ich gerade noch
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Fertigsuppen, Mythen in Tüten, leere Versprechungen, Erleuchtung und dergleichen mehr. Hohepriester die was von richtig und falsch lallen. Zöglinge die ihnen folgen und weise plappern. Traditionen, Kutten, Räucherstäbchen und Halluzinationen. Alles Quatsch das. In nur einem Moment ist alles da und hat Wirkung: jetzt! Der Buddha hat nie was gesagt. Der Buddha selbst ist die größte Lüge. Es gibt nur einen der redet. Jetzt, durch meinen Mund, durch mein Wissen, durch mein Verlangen und durch meinen Tod. Nie wurde etwas anderes gesagt. Tradition gibt es nicht. Nur Karneval. Einen Koan, eine Einweihung? Danke, verzichte. Die Frau uff de Gass‘ und ihr Hund sind verwunderlich genug. Der Köter frisst besser als ein Bettler. Wer das mit ansieht und noch auf den Ritterschlag des Gurus geil ist, dem gehört die Fresse poliert. Ein herzamputiertes Sutra und Auschwitz zum ‚liken‘? Das ist Buddhas Lüge im Zeitalter von Facebook. Wer hat sich das ausgedacht? Wer erwartet hier ernsthaft Wissen. Fackelt das Scheissfloss ab. Wir sind über den Fluss längst rüber. Klaubt ein paar Blätter aus dem Palikanon zusammen und gebt dem Buddha Zunder. Mit der Asche können die erleuchteten Wucherer dann ihre scheinheiligen Geschäfte machen – wenn sie noch welche finden, die sich den Mist andrehen lassen. Da lässt das Marketing dann schön beten und der Buddhist sich nicht lange bitten. Meine Güte, wie wär’s mit einem Schnaps stattdessen? Oder ’nem fetten Joint? Und ein guter Fick dazu? Hatte der Buddha einen Schwanz? Bestimmt nicht. Dafür atmen wir uns heute glücklich zum Orgasmus, ganz sanft und voller Emphase. Und selbst beim Kacken noch ein muntres Mantra auf den Lippen. Nee, nee: da zieh ich die Spülung. Lieber Dionysos – Ekstase, Wein und Weiber. Jede Orgie ist besser als das blutleere Geseiere der Dalai Lamas. Sex, Gewalt, Blut, Gift: Und schlagt den Markschreiern des Dharmas die Köpfe ab. Lasst ihr Blut fliessen und feiert. Aber feiert nicht diese Scheisskultur, diesen Eventmüll, den angesagten Dreck. Zum Teufel mit dem Event, mit den Jecken, den tauben Windeiern, diesen Lügnern mit ihrem heillosen verheuchelten Karma. Feiert den Erdbeermund, die schwarze Galle, die Melancholie, die Lust, den Tod, die Scheisse und den Kerl auf der Strasse der stinkt weil er kein Wasser hatte seit Jahren. Vergesst die Kutten, die weisen Lügen, die Regeln, den ganzen elenden Kram einer abgewrackten Spiritualität mit Klingklang, Rosenduft und supergeilem Karma bis zum abwinken. Trinkt das Blut der Verräter, lügt, mordet, betet die Götter der Schlange an, die Götter der Nacht, deren Tänze das Grauen sind dem keiner entgeht. Pisst auf die Hostie, und treibt es miteinander bis ihr ohnmächtig werdet. Bis der Tod sich flüsternd über euch beugt. Vom Geheimnis spricht, einem das kein Buddha je kennen könnte. Vom Nichts und seinem Verlangen. Feiert das
Geheimnis. Vom Tod und vom Leben. Unserem. Tanzt. Tanzt weiter. Tanzt den Totentanz. Macht ein Riesentheater. Und beschwört die Vergessenen, die Unsichtbaren, die Milliarden Gespenster, die unsere Plastikreste fressen und aus verseuchten Brunnen trinken. Den Buddha für Besserverdienende, tötet ihn!
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„Die Welt“ ist für einen X-Buddhisten immer schon eine erdachte Welt, eine die schon lange vor ihrem Erscheinen durch die Entscheidung für den X-Buddhismus geformt ist. Die tatsächliche Welt radikaler Immanenz aber ist eine Welt die von jeglicher halluzinatorischer Repräsentation frei ist. Es gibt nirgendwo das Inventar des Dharma. Im Gegensatz zu seiner narzisstisch verzerrten Wahrnehmung seiner selbst als Hüter der „Dinge wie sie sind“ bezeichnet der X-Buddhismus nichts. Tatsächlich versperrt er die Sicht auf die Welt. Weiterlesen…
Die erste Ausgabe unseres neuen, englischsprachigen E-Journals ist erschienen. Die Adresse ist www.nonplusx.com
For the english version of this introduction please visite this site => speculative non-buddhism!
non+x ist kritische Auseinandersetzung mit Buddhismus und anderen kulturellen Erscheinungen. Wir sind an dem Punkt interessiert in dem Worte, Bilder, Aktionen sich in unvorhersehbarer Weise zu neuen ideologischen Formen kristallisieren.
non+x mischt auf. Die Tradition wird zerschnitten und mit dem Auge der Gegenwart verschmolzen. Der un-dogmatische Freigeist erlaubt sich unverschämte neue Perspektiven auf jegliches Material. Wir ermutigen und laden dazu ein die neuen konzeptuellen Räume zu erkunden, die sich aus der kreativen Konfrontation ergeben.
non+x ist das was passiert, wenn man beginnt die Situation zu erkunden. In spiritu ludi. Tu was du willst. Liebe deine Ideen.
Das Blog Speculative Non-Buddhism wird gemeinsam mit non+x weiter bestehen. Es wird der Platz für Diskussionen und Kommentare über Texte auf non+x sein. Englischsprache Interessierte sind herzlich dazu eingeladen an den Diskussionen teilzunehmen oder Material beizusteuern.
Eine Anmerkung im Asso-Blog erinnert mich daran, daß es nötig ist einmal darauf hinzuweisen um was es hier nicht geht.
Es geht nicht darum, irgend einen neuen Buddhismus zu erfinden. Es geht auch nicht darum den wahren Sinn in alten Sprüchen zu entziffern oder von irgendwelchen alten Texten den Staub zu pusten. Es geht auch nicht darum diesen oder jenen alten Buddhismus zu finden, der der echte sei.
Denken, nicht meditiern!
Diese Motto steht da nicht aus irgend einer Gedankenlosigkeit heraus oder als Witz. Es geht hier nicht um meditiern. Was ist damit wohl gemeint?