Immerhin hat die Deutsche Buddhistische Union (DBU) jetzt, im Zuge des Skandals um den flachgelegten Buddha vom Münchner Viktualienmarkt, die so genannte Protest-Meditation erfunden. Eine mutige Innovation in einer Zeit, in der der normierte und transparente Bürger ängstlich bestrebt ist bloss nix falsch zu machen.
Archive für 30.11.99
Buddhismus aktuell
Ursula Richard lädt zum Dialog ein. Richard ist Chefredakteurin der Zeitschrift Buddhismus aktuell seit der Ausgabe 2/2013. In ihrem ersten Editorial schreibt sie, man wolle mit der Zeitschrift vermehrt Debatten anstoßen – unter anderem zu Fragen der „Inkulturation“ des Buddhismus. Man wolle einen Rahmen schaffen, in dem Fragen nicht durch vorschnelle Antworten begraben würden. Themenschwerpunkte seien dabei Inspirationen, die der Buddhismus für Kunst, Kultur und Gesellschaft bereithalte. Die Frage sei, wo buddhistische Sichtweisen einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft leisteten? Und sie fragt, wie buddhistisch inspirierte Kunstformen wohl aussehen könnten?
Das Sommerloch
Heute geht es um das Loch. Ich wurde neulich wieder gefragt, was ein X-Buddhist ist. Ein X-Buddhist ist ein Buddhist der denkt ein Buddhist zu sein. Ein Loch das sich mit seinem Inhalt verwechselt. Aber darum geht es heute nicht. Und ich werde es diesmal auch kurz machen, versprochen. Eine Glosse hat 500 Wörter oder so. Einen Witz vielleicht noch. Aber nicht diese ausufernden mäandrierenden Satzkonstrukte die selbst mir beim Korrekturlesen Kopfschmerzen bereiten.
Vom Kulturreferat der Stadt München kommt folgende Nachricht
Das Kulturreferat lädt anlässlich der Debatte um die Kunstinstallation “Made in Dresden”, einer liegenden Buddhafigur auf dem Viktualienmarkt, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 23. Juli, 20 Uhr, im Saal des Münchner Stadtmuseums (1. Stock), St.-Jakobs-Platz 1. Der Eintritt ist frei
Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München, diskutiert über „Kunst und Religion“ mit Prof. Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, Bhikkhu Philipp Thitadhammo, Leiter des Buddhistischen Klosters Bodhi Vihara/Freising, Björn Bicker, Autor, Dramaturg und Kurator unter anderem des Projekts „Urban Prayers“ der Münchner Kammerspiele, und einem Vertreter der Deutschen Buddhistischen Union.
Das Kunstwerk „Made in Dresden“ von Han Chong am Viktualienmarkt ist Teil der von dem renommierten Künstlerduo Elmgreen & Dragset kuratierten Projektreihe „A Space Called Public | Hoffentlich Öffentlich“. International tätige Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Kulturkreisen formulieren eine Außensicht auf München, schärfen den Blick auf Bekanntes und geben Impulse für Diskussionen.“
Falls jemand davon berichten kann, auch in Form eines Artikels (der evtl. hier veröffentlicht werden könnte), bitte ich um entsprechend Hinweise oder Kommentare.



