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Made in Dresden

Der liegende Buddha vom Münchner Viktualienmarkt. Foto: Wolf Graebel

Vom Kulturreferat der Stadt München kommt folgende Nachricht

Das Kulturreferat lädt anlässlich der Debatte um die Kunstinstallation “Made in Dresden”, einer liegenden Buddhafigur auf dem Viktualienmarkt, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 23. Juli, 20 Uhr, im Saal des Münchner Stadtmuseums (1. Stock), St.-Jakobs-Platz 1. Der Eintritt ist frei

Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München, diskutiert über „Kunst und Religion“ mit Prof. Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, Bhikkhu Philipp Thitadhammo, Leiter des Buddhistischen Klosters Bodhi Vihara/Freising, Björn Bicker, Autor, Dramaturg und Kurator unter anderem des Projekts „Urban Prayers“ der Münchner Kammerspiele, und einem Vertreter der Deutschen Buddhistischen Union.

Das Kunstwerk „Made in Dresden“ von Han Chong am Viktualienmarkt ist Teil der von dem renommierten Künstlerduo Elmgreen & Dragset kuratierten Projektreihe „A Space Called Public | Hoffentlich Öffentlich“. International tätige Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Kulturkreisen formulieren eine Außensicht auf München, schärfen den Blick auf Bekanntes und geben Impulse für Diskussionen.“

Falls jemand davon berichten kann, auch in Form eines Artikels (der evtl. hier veröffentlicht werden könnte), bitte ich um entsprechend Hinweise oder Kommentare.

Ich stelle in aller Kürze eine These über die Deutsche Buddhistische Union (DBU) auf. Diese These müsste natürlich ausgearbeitet werden. Sie könnte aber schon mal dazu dienen, über die DBU etwas genauer nachzudenken bzw. sich anzusehen was sie wirklich macht:

Die DBU hat nichts mit Buddhismus zu tun.

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Made in Dresden

NerzbuddhaEs wird hier nicht um die gehen, die sich redlich bemühen in ihrem Leben zurecht zu kommen und sich dabei auch mit dem Buddhismus beschäftigen. Es geht hier um diejenigen die die Deutungshoheit über Buddhismus beanspruchen. Dabei geht es auch um die Frage ob man das Erbe buddhistischer Kultur eigentlich denen überlassen will, die mit ihm ein gutes Geschäft machen. Ein gutes Geschäft nicht nur mit der direkten Umsetzung buddhistischer oder pseudobuddhistischer Gedanken in Geldwert – wie das Verlage tun die den Markt mit esoterischer Billigwahre überschwemmen, die zwecks besseren Verkaufs immer irgendwas mit „Buddha“ im Titel führt – sondern auch mit der Umsetzung dieser Gedanken in narzisstisches Vermögen. Narzisstisches Vermögen, das es ermöglicht sich Wertschätzung zu erkaufen und damit den sozialen Status quo zu erhöhen.

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DIE GLOSSE #05

msteingass —  14.6.13 — 3 Kommentare

Christof Spitz sagt merkwürdige Sachen

Der von mir im Mai heftig abgekanzelte Christof Spitz hat in der Diskussion um das leidige Karma-Thema die Initiative ergriffen und eindeutig Stellung bezogen. Sichtbar wird dabei eine Haltung der begründeten Skepsis die so gar nicht ins gängige x-buddhistische Bild passt und die braven Gläubigen, die an ewige Werte und den einen wahren Buddhismus glauben, gehörig irritiert. Was ist da los? (vgl. Christof Spitz‘ Texte in der Diskussion Brodbeck-Artikel über Karma ab hier.)

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Two announcements. Zwei Hinweise.

The Non-Buddhist

There is a new english language blog evolving from the discussions in and around the blog Speculative Non-Buddhism. Es gibt ein neues englischsprachiges Blog, das aus den Diskussionen um den Spekulativen Non-Buddhismus hervorgegangen ist. Check ist out  => The Non-Buddhist

When Bodhidharma leers at you

Read this english post by Tomek over at his polish blog Dharma i Okolice. It is about the problem with the authorization of Zen-Teachers via genealogies. Buddhist teachers, and not only those from the zen-soup, often authorize themselves as inheritors of lineages of transmissions which lead directly and continuously to the Buddha himself (Das Phantom or the protagonist as it is called lovingly). Tomek reports about his questioning of these transmission lineages and their inconsistencies and how he is, of course, banned from a discussion after being too insistante about the obvious contradictions he shows.

Dieser englische Text von Tomek auf seinem polnischen Blog Dharma i Okolice betrifft ein Problem das nicht nur seine Landsleute mit Zen haben und das den Buddhismus auch allgemein betrifft: Die authentische Übertragungslinie auf die ein/e ZenlehrerIn verweist. Eine Übertragung die ihn oder sie angeblich lückenlos, von Person zu Person, zurück verbindet bis zum Buddha persönlich (der von uns hier liebevoll als Das Phantom bezeichnet wird). Tomek berichtet über eine Diskussion in der er herausstellt, daß diese lückenlose Übertragungslinie nicht haltbar ist, was dazu führt, wen wundert’s, daß er aus der Diskussion ausgeschlossen wird.

I mentioned some arguments in DIE GLOSEE #02 which make the point that it is impossible to ever get back to that phenomenon in persona as an original wich triggered what we call now Buddhism. Tomeks argumentation is one more nail in the coffin in which we should finally entomb the phantasm about a historical Buddha. We should really go on and nail down this reality again and again: There is no historical Buddha.

Ich habe in DIE GLOSSE #02 einige Argumente vorgebracht, warum man sich die Phantasie von einem historischen Buddha abschminken kann, warum es unmöglich ist zu dem Phänomen in Person und im Original zu gelangen was das ausgelöst hat, was wir heute Buddhismus nennen. Tomeks Argumentation ist ein Nagel mehr im Sarg dieser Chimäre, die wir nun endlich zu Grabe tragen sollten. Man sollte diesen Punkt immer und immer wieder machen: Es gibt keinen historischen Buddha.