Archive für Non-Buddhismus

Dieser Text ist Teil einer dreiteiligen Publikation des Spekulativen Non-Buddhismus. Die beiden anderen Texte sind die Einführung in den Spekulativen Non-Buddhismus und Die Heuristik des Spekulativen Non-BuddhismusZentraler Link für alle Texte. Bibliografie hier. Fettdruck verweist auf Einträge in der Heuristik. CTSP ist die Sigle für Cruel Theory | Sublime Practice.

Einleitung

Die Heuristik des Spekulativen Non-Buddhismus ist eine Stichwortliste, die Werkzeuge zur Analyse des X-Buddhismus bereitstellt. Das X in diesem Begriff steht für ein Regelsystem, welches die Struktur unseres Denkens bestimmt. Dabei geht es nicht nur um den Buddhismus, sondern grundsätzlich darum, die Fähigkeit zu entwickeln, ideologische Bestimmungen zu transzendieren. Das X genauer zu bestimmen, zu verstehen und im besten Fall hinter sich zu lassen, ist Ansatz des Projektes Spekulativer Non-Buddhismus. Die Differenz zwischen dem X und dem Non ist dem analog der entsteht, wenn man das Parallelen-Axiom aus der Euklidischen Geometrie streicht (vgl. Krümmung). Anders ausgedrückt: Es handelt sich um zwei Paradigmen, bei dem das Ältere X dem Neueren Non nur verständnislos gegenüberstehen kann.

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Dieser Text ist Teil einer dreiteiligen Publikation des Spekulativen Non-Buddhismus. Die beiden anderen Texte sind die Einführung in den Spekulativen Non-Buddhismus und die Anleitung zur Benutzung der Heuristik des Spekulativen Non-BuddhismusZentraler Link für alle Texte. Bibliografie hier. Fettdruck verweist auf Einträge in der Heuristik. CTSP ist die Sigle für Cruel Theory | Sublime Practice.

Index

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Dieser Text ist eine kurze Einführung in den Non-Buddhismus. Er behandelt einige grundlegende Punkte und soll weitere Lektüre anregen. Wir wollen zukünftig mehr solche kurzen Texte bringen, die verschiedene wichtige Punkte beleuchten. Zum Beispiel: Entscheidung, minimales Transzendental, Non-Buddhismus und Meditation, der historische Buddha, ideologische Anrufung, effektives Wissen und die Verbindung zwischen Non-Buddhismus und Kapitalismuskritik. Diese einführenden Texte werden in der Kategorie MARKER oben in der Menüleiste abrufbar sein. Die englische Version dieses Textes findet sich auf The Non-Buddhist.

Ursprünge

Non-Buddhismus hat seinen Ursprung in der Arbeit von Glenn Wallis, einem in Harvard promovierten Buddhismuskundler. Desillusioniert mit der Entwicklung des amerikanischen Buddhismus, der sich nicht für zeitgenössisches Denken interessiert und zum politischen Quietismus neigt, gründete er das Blog Speculative Non-Buddhism als Plattform für eine Kritik buddhistischer Diskurse und Praktiken. Das Blog war von Mai 2011 bis März 2014 aktiv. Über diesen Zeitraum wurden ca. 100 Texte publiziert und mehr als 5000 Kommentare geschrieben. Eine Auswahl an ausführlicheren Texten wurde im E-Journal non+x publiziert. Unter seinen Mitstreitern waren u.a. Tom Pepper und Matthias Steingass, die beide Texte beisteuerten und an den oftmals hitzigen Diskussionen teilnahmen die beinahe jedem Text folgten. Alle drei brachten 2013 gemeinsam das Buch Cruel Theory Sublime Practice bei EyeCorner Press heraus.

Das Blog war bekannt für seine vielen, umfangreiche Kommentare (die oftmals in sich selbst substantielle Textbeiträge sind) und seine oft polemischen Auseinandersetzungen. Obwohl nicht länger aktiv, ist das Blog immer noch online erreichbar und es ist die umfassendste Quelle für alle, die am Projekt Non-Buddhismus interessiert sind.

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Des öfteren wurde ich inzwischen gebeten, Non-Buddhismus in einer Kurzdarstellung zu erklären. Sei es in einer kleinen Broschüre à la Batchelors Ein Säkularer Buddhismus, sei es, „das Programm der Unbuddhisten auf einer DIN A 4 Seite allgemeinverständlich zu formulieren“, sei es, „mit 2000 Zeichen“ non-buddhistische Einwände in einer Buddhismus-Zeitschrift zu formulieren, sei es, „non-buddhistische Praxis“ zu beschreiben oder sei es gar, zu erklären, wie man Non-Buddhist werden könne. Nichts von alledem ist möglich, da das Non nicht eine weitere Iteration buddhistisch-religiöser Denkmodelle ist, sondern da es an den einzelnen Menschen die Forderung stellt, selbst in einer Art Ex-Position zu etwas Anderem zu werden. In einem grundsätzlichen Shift eine andere Wirklichkeit zu gestalten. Jede Form parteipolitischer Programmatik führt zum genauen Gegenteil dieser Ex-Position.

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Um es ganz deutlich zu sagen, ich sehe keine andere vernünftige Erklärung für das ‚Ziel‘ der Lehren des Protagonisten, als es als eine ziemlich abstruse und paradoxerweise vergnügliche Methode zu sehen, wenn denn gewisse Bedingungen gegeben sind, einen langsamen Selbstmord zu begehen. Diese schlichte Erklärung ist natürlich für die Mehrheit der X-Buddhisten heutzutage inakzeptabel, obwohl ihr Tun – oder besser: ihr Lassen – ganz klar die Zeichen eines solchen über die Zeit gestreckten Suizids trägt. Es ist recht interessant zu beobachten wie sie reagieren, wenn man diese Interpretation der Methode ihres geliebten Heiligen explizit macht. Meiner Erfahrung nach scheint das Erlöschen im Gotamischen Kalkül eines der kraftvollsten Ur-Worte zu sein, das blitzartig den Schwachsinn des X-Buddhisten entlarvt.

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