Archive für 30.11.99

Kritik am westlichen Buddhismus hinterlässt Spuren. So waren kürzlich im Editorial von Buddhismus aktuell 2/2015 einige nachdenkliche Sätze darüber zu lesen, dass man über „Meditation“ im westlichen Kontext neu nachdenken müsse, da sie evtl. lediglich zur Selbstoptimierung im neoliberalen Wirtschaften diene (vgl. dazu auch Tybalts Meditation). Zwar bietet das ganze Heft dann fast ausnahmslos den üblichen x-buddhistischen Mumpitz zum Thema, aber immerhin kommt man anscheinend ins Grübeln. Auch das aktuelle Heft von Buddhismus aktuell (3/2015, Thema: Gender) erscheint, zumindest vor dem Hintergrund einer erzkonservativen buddhistischen Esoterik, geradezu revolutionär. Der Schein trügt allerdings. Fast überall findet man – zumeist implizit – Aussagen über die Superiorität des X-Buddhismus. Alles was Moderne und Postmoderne an Erkenntnissen liefert, hat man ausschließlich vor dem Hintergrund x-buddhistischer Exzeptionalität zu sehen. Dies wird demnächst ausführlicher zu beleuchten sein, denn wiewohl, gemessen daran, woher der deutschsprachige Buddhismus kommt, hier ein Fortschritt zu sehen ist, muss dieser daraufhin befragt werden, ob er in Hinsicht auf die Gesellschaft in der er stattfindet, tatsächlich ein solcher ist. In dieser Hinsicht muss dieser Fortschritt sehr deutlich relativiert werden.

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Das Nein in dem Beitrag der unten verlinkt ist, ist ein Nein das demjenigen im Herzsutra entspricht – oder entsprechen kann, wenn man es nicht als esoterischen Text liest, sondern als eine praktisch-philosophische Handlungsanweisung aus einer anderen Kultur und aus einer anderen Zeit.

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NON-LINE

M. Steingass —  14.3.15

Clicks and Cuts 01

Sind es längst zerstreute Wirkungen? Die Kategorie Ich als kapitaler Betrug? Der Mensch hat doch gleich mit seinem Auftauchen vor 200 Jahren seine eigene Zersetzung eingeleitet. Als ob er erschienen wäre, um sein eigenes Verschwinden zu dokumentieren. Mit einer Sintflut an Desillusionierungen. Ich ist nicht, kein anderer. Höchstens ein Effekt. Umgeben von opaken Gespinsten apersonaler Neurologien. Folge unverständlicher Sprachen. MenschSynapse. Chemoelektrisch-endokrine Schaltstelle der Vermittlung maschinener Funktionen. Produkt eines unlesbaren Planes. Konturiert von einem Imaginären, das seine Affekte ausbeutet. Asylant im Phantasma der Individualität. Vollständig quantifizierter Verbraucher im Modus eines infiniten Erregungs- und Entladungszyklus. Der Mensch ist verschwunden und das Resultat ist die Bestimmung einer Macht, die als Gegenüber eines Diskurses unsichtbar und aus dem Universum symbolischer Verständlichkeit verschwunden ist.

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Vom Kitsch der Erleuchteten wurde am 4.2.15 im Rahmen der HALKYONISCHEN ASSOZIATION FÜR RADIKALE PHILOSOPHIE als Vortrag im Frankfurter SIKS e.V. gehalten.

Der Vortrag verfolgt im Wesentlichen drei Spuren:

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Meditation

M. Steingass —  5.2.15

Das Thema Meditation flammt ja immer wieder auf auf diesem Blog und ist auch sonst für viele Leute von Interesse, die sich nicht unbedingt für Buddhismus interessieren. Um dazu mal kurz und eindeutig Stellung zu nehmen.

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