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Avatar von M. SteingassNon-Buddhism

By Matthias Steingass

X-buddhist anti-intellectualism at Adbusters?

Yesterday I received the latest issue of Adbusters.

On page thirteen we find a citation of Sogyal Rinpoche. It is superimposed on a two-page reproduction of Vermeer’s Girl with a Pearl Earring. The citation begins:

Because in our culture we overvalue the intellect, we imagine that to become enlightened demands extraordinary intelligence.

And it ends with an alleged Tibetan proverb:

Theories are like patches on a coat, one day they just wear off.

I was shocked to read a citation of Sogyal Rinpoche in Adbusters. If there is one big liar in Tibetan Buddhism, it is this man. I wrote a comment at the Adbusters site at once, formulating my objection, but it didn’t go through and wasn’t published. Strange.

The citation is a case of the typical anti intellectual stance x-buddhists take as their savoir vivre.

The logical mind…

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Das tazlab 2013: Was ist das, was hat das mit Buddhismus zu tun, um was geht es in diesem Text und was soll man lesen?

Was das tazlab ist, darüber informiert => hier ein kurzer Text: „Ein politisch-kulturelles Forum gegen das Anything goes.

Was das mit Buddhismus zu tun hat? In gewissem Sinne gar nichts: Buddhismus heute ist im deutschsprachigen Raum und vermutlich im ganzen ‚Westen‘ zu allermeist eine apolitische und in Bezug auf einen notwendigen gesellschaftlichen Wandel irrelevante Erscheinung. Noch schlimmer, Buddhismus heute verstärkt und fördert mit seinem Innerlichkeitskult und seinem Narzissmus eine Haltung in der eine sich anbahnende Katastrophe durch beständiges meditatives Wegsehen gefördert wird. Diese Form des Buddhismus nennen wir X-Buddhismus. Das ist eine Haltung, die glaubt durch eine politische oder philosophische Entscheidung eine endgültige Lösung, eine Art Endlösung, die uns Deutschen ja immer besonders am Herzen liegt, zu finden. Mit dieser Entscheidung wird immer schon die Antworten mit geliefert – die berühmt berüchtigte Patentlösung (Euro-Rettungsschirm, Erleuchtung, Merkel, Dalai Lama). Wie wir aber sehen werden, ist unser Problem heute, daß wir uns in einer Situation befinden in der es nur ein sehr grosses Fragezeichen gibt. Sonst nichts. Non-Buddhismus akzeptiert das Fragezeichen und wird, da hinter dem Fragezeichen etwas Neues lauert, verschwinden sobald dieses sichtbar wird. Dazu und was das tazlab bzw. die drei im folgenden angesprochenen Autoren mit Non-Buddhismus zu tun haben könnten, in einem später Beitrag mehr.

Hauptsächlich geht es jetzt um drei Veranstaltungen des tazlab 2013 :

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Das taz.lab 2013

U.a. mit Harald Welzer, der gerade Selbst Denken, Eine Anleitung zum Widerstand heraus brachte.

Oder mit Byung-Chul Han Autor von Dekonstruktion auf Chinesisch, das ich hier zitierte weil es klar macht, daß das Original (der original Buddha) ein Wunschtraum ist.

Welzers Veranstaltung findet sich hier. Selbst denken, den Anspruch hat dieses Blog auch – gegen den X-Buddhismus, die Schlaftablette der Menschverwertungsmaschine.

Byung-Chul Hans Veranstaltung findet sich hier. Es geht bei ihm auch, siehe sein Buch Typologie der Gewalt, um die „Kontrollgesellschaft“ – die Mechanismen der geheimen Ich-Konstitution und die Kontrolle dieses Ichs mittels  Selbstkontrolle, u.a. mittels buddhistischer Meditationstechniken.

Ich werde dort sein. Kontakt über E-Mail in Impressum oder per Twitter.

Käufliche Liebe

Ich wollte mich heute über die Liebe im Museum aufregen. Darüber, daß die Liebe nun tatsächlich im Museum gegen Geld zu haben ist. Daß sie ein Kunstprodukt ist, endgültig entschärft dadurch, daß sie als Performance zur Show wird – ein ‚Event‘. Hinter der Kasse, hinter Glas, nur während der Öffnungszeiten usw.

Leider kam mir Harald Schmidt dazwischen. Nur mal kurz das aktuelle Interview im Frankfurter Allgemeine Magazin überflogen und schon frage ich mich, ob die ganze Aufregung es eigentlich wert ist? Ich habe Schmidt seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Ich erinnere mich an Sendungen, in denen er  auf wunderbare Weise das Medium, dessen zwanghafte Unterhaltungswut und sich selbst ironisiert. Etwa wenn er Becketts Endspiel mit seinen Komparsen nachstellt oder eine Weihnachtssendung lang Tannenbäume an das Publikum verteilt.

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2012 habe ich eine Studie in englischer Sprache über Machtmissbrauch im Zen-Buddhismus veröffentlicht. In der Studie wird auf die Fälle Eido Shimano in den USA und Klaus Zernickow (auch bekannt als Sotetsu Yuzen) aus Berlin eingegangen, denen jeweils ein über viele Jahre andauernder systematischer Missbrauch von Schülern vorgeworfen wird. Nun steht die Studie auch auf Deutsch zu Verfügung. Pikanterweise ist in der Zwischenzeit auch ein völlig neuer Fall langjährigen sexuellen Missbrauchs durch einen Zen-Lehrer an die Öffentlichkeit gelangt, nämlich der des als Lehrer von Leonard Cohen weltbekannten Rinzai-Meisters Joshu Sasaki. Die Diskussion über eine latente Anfälligkeit für Missbrauch im Zen-Buddhismus dürfte also weiterhin aktuell bleiben.

„Zen hat keine Moral!“ (pdf)